Nachbericht zur Online-Mittagspause “Woher stammt unser Fleisch?”

Screenshot Online-Mittagspause Fleisch

Jeder Deutsche verspeist im Jahr etwa 60 Kilogramm Schnitzel, Bratwurst, Aufschnitt und Co. Doch wie wird das Fleisch produziert, das auf unseren Tellern landet? Gibt es auch regionale Bio-Schlachtereien, Verarbeitung und Vermarktung? In der Online-Mittagspause die die Bio-Stadt Bonn am Montag, den 17.08.2020, mit Unterstützung der Regionalwert AG Rheinland und der Kommunare GbR organisiert hatte, bekamen die Teilnehmenden Informationen aus erster Hand und erfuhren, was eine tiergerechte Haltung und eine verantwortungsbewusste nachhaltige Erzeugung von Fleisch ausmachen. Die Online-Mittagspause ist die digitale Lösung für die ökologischen Vernetzungscafés, die ursprünglich als Präsenz-Veranstaltungen geplant waren.

Nachdem Moderator Stefan Gothe von der Kommunare GbR die Online-Mittagspause eröffnet hatte, berichtete Frau Dr. Hirsch, Koordinatorin für die Bio-Stadt Bonn, kurz über die Rolle und die Themenschwerpunkte der Bio-Stadt im Wertschöpfungsraum Bonn-Rhein-Sieg. Frau Dorle Gothe, Regionalwert AG Rheinland, spannte den Bogen vom Einfluss der Landwirtschaft auf die planetarischen Belastungsgrenzen über die Landwirtschaft im Rheinland bis zur Problematik der Fleischerzeugung. Einen zukunftsfähigen Weg bietet die nachhaltige Tierhaltung, die extensiv und mit möglichst eigenen Futtermitteln der Landwirte erfolgt. Eine gute Unterstützung bei der Realisierung solcher Maßnahmen sind zum Beispiel Bürgeraktien als niederschwellige Form der direkten Bürgerbeteiligung. Damit können Konsumentinnen und Konsumenten zu neuen landwirtschaftlichen Perspektiven beitragen und eine ökologische Agrarwende mit vorantreiben.

Jörg Müller von der Biofleischerei Müller aus Leverkusen gab anschließend spannende Einblicke in den Fleischeralltag. In seinem Vortrag stellte er optimale Lösungen für kleinere Betriebe vor, die tiergerecht und im Sinne der betrieblichen Nachhaltigkeit wirtschaften. Es ging um mobile Schlachtereien als Alternative zu den schwindenden Schlachtbetrieben, aber auch um Direktvermarktung von Fleisch, und die Teilnehmenden lernten viele verschiedene Rinderrassen kennen. Christian Schenkel vom Biohof Kapplermühle in Bad Berleburg war leider verhindert. Daher wurde in der Online Mittagspause ein Film über den Betrieb gezeigt, den Dorle Gothe kommentierte.

Rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der Online-Mittagspause teilgenommen und einige spannende Fragen gestellt, die von den Vortragenden beantwortet wurden. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich hier die Video-Aufzeichnung anschauen:

Informationen zu weiteren Aktivitäten und Veranstaltungen des Projektes finden Sie auf www.bonn.de/bio-stadt oder auch auf www.bioregiobonn.de, der Projekt-Website für die Veranstaltungsreihe „Wir feiern gutes Essen vom Acker über den Teller bis zum Kompost“. Im Rahmen des Projektes möchte die Bio-Stadt Bonn in Kooperation mit dem Stadt.Land.Markt. e. V. bis Ende 2021 über die Vorzüge von ökologischer und regionaler Landwirtschaft und Ernährung entlang der gesamten Wertschöpfungskette informieren.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

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